Jetzt informieren
+49 (0) 23 51 / 37 80 - 77
+49 (0) 23 51 / 37 80 - 79
info-luedenscheid@damrosch.de
 

Leimholzplatte Amazakoue / Massivholzplatte Amazakoue

D3 verleimt
geschliffen 80er Korn
vorbehaltlich Änderungen / Lagerbestand

D3 verleimt geschliffen 80er Korn vorbehaltlich Änderungen / Lagerbestand mehr erfahren »
Fenster schließen
Leimholzplatte Amazakoue / Massivholzplatte Amazakoue

D3 verleimt
geschliffen 80er Korn
vorbehaltlich Änderungen / Lagerbestand

Für die Filterung wurden keine Ergebnisse gefunden!

Ovengkol

Kurzzeichen DIN EN 13556 GUEH
Ovengkol (Guibourtia ehie): Querschnitt (ca. 12x)
� Thünen-Institut
Botanische Bezeichnung Guibourtia ehie, Familie Fabaceae-Caesalpinioideae
Verbreitung Tropisches West- und Zentralafrika; Kamerun, Äquatorialguinea, Gabun
Weitere Handelsnamen Ovengkol, Palissandro (DE,FR,GQ), hiebaka, zouloue (CI), ovang-kol, ovengkol (GB,GA,CA), hyeduanini (GH), pia-pia (LR), kaluk-ofuon (NG)

Kurzbeschreibung

Ovengkol gehört zu den hochwertigen Hölzern aus der Gattung Guibourtia und ist überwiegend in den westafrikanischen Küstenländern verbreitet. Aufgrund seiner attraktiven dunkelbraunen Farbe mit z.T. ausgeprägten Farbstreifen wird Ovengkol zunehmend für dekorative Ausstattungszwecke (v.a. Furniere) nachgefragt; es kann aber auch als Vollholz für konstruktive Verwendungszwecke eingesetzt werden, da es gute physikalisch-technologische Kennwerte besitzt.

Stammform

Zylindrisch und geradschäftig, aber häufig mit Krümmungen an den Stammenden, oft mit ausgeprägten Brettwurzeln; astfreie Längen meist um 15 m und mit Durchmessern von 0,6 bis 0,8 m, selten auch darüber.

Farbe und Struktur

Der Splint ist zwischen 4 und 10 cm breit, gelblich grau und deutlich von Kernholz abgesetzt. Dieses ist gelblich braun bis olivbraun, dunkelt unter Lichteinwirkung leicht nach und zeichnet sich durch dunkelbraune bis schwarze Farbstreifen oder Fladern aus. Die Zuwachszonengrenzen sind durch marginale Parenchymbänder deutlich markiert. Die zahlreichen, zerstreut angeordneten Poren sind mittelgroß und teils mit dunklen Kernstoffen angefüllt. Der Faserverlauf ist nur schwach bis unregelmäßig wechseldrehend, häufi ger mit einem leicht schräg verlaufenden Riegelwuchs, der das Holzbild in Verbindung mit den Farbstreifen deutlich belebt. Akzessorische Bestandteile (Flavonoide) können optisch unschöne, helle Flecken auf den Flächen verursachen.

Gesamtcharakter

Mäßig poriges Holz oft mit ausgeprägter Farbstreifung, das dem nächst verwandten Mutenye (= Guibourtia arnoldiana) und anderen hochwertigen Ausstattungshölzern ähnelt.

Abweichungen

Kernholz schlicht hellbraun, ohne jegliche Zeichnung durch Farbstreifen. Kernholz durch extrem dicht aufeinanderfolgende Farbstreifung fast einheitlich schwarzbraun erscheinend (beide Erscheinungen sind keine Fehler, sondern nur abweichende Formen bei der Kernbildung) - Kalkflecken siehe: Farbe und Struktur des Holzes.

Handelsformen

Rundholz ab 4,5 m Länge und 0,6 m Durchmesser, vereinzelt auch ab 0,5 m aufwärts.
Schnittholz auf Anforderung in allen Stärken.
Furniere (gemessert).

Gewicht frisch 1000—1100 kg/m³
Rohdichte lufttrocken (12-15% u) 0,70—0,80—0,91 g/cm³
Druckfestigkeit u12-15 69—89 N/mm²
Biegefestigkeit u12-15 127—169 N/mm²
Elastizitätsmodul (Biegung) u12-15 16500—21470 N/mm²
Bruchschlagbarkeit 30—112—210 kJ/m²
Härte (JANKA) ⊥, umgerechnet 6,7—8,9 kN
Härte (BRINELL) ⊥ zur Faser u12-15 28—35 N/mm²
Trocknungsschwindmaß (radial) ≈ 1,6 %
Trocknungsschwindmaß (tangential) ≈ 3,8 %
Differentielles Schwindmass (radial) ≈ 0,21 %
Differentielles Schwindmass (tangential) ≈ 0,38 %
pH-Wert ≈ 4,5
Natürliche Dauerhaftigkeit (DIN-EN 350-2) 2

Bearbeitbarkeit

Trotz der hohen Härte lässt sich Ovengkol gut sägen, hobeln, bohren, fräsen und ist auch gut messerbar. Nagel- und Schraubverbindungen erfordern ein Vorbohren. Bei Verklebungen und der Oberflächenbehandlung sollte auf lokal angereicherte Inhaltsstoffe geachtet werden. Diese können auf trockenen Oberflächen im kristallinen Zustand abgebürstet werden.

Trocknung

Ovengkol trocknet nur langsam, somit sollte auch die technische Trocknung schonend und langsam gesteuert werden. Eine vorhergehende Freilufttrocknung wird empfohlen.

Natürliche Dauerhaftigkeit

Die gute natürliche Dauerhaftigkeit des Kernholzes erlaubt auch einen Einsatz im Außenbereich (Dauerhaftigkeitsklasse 2 nach DIN EN 350-2).

Verwendungsbereiche

Aufgrund des sehr dekorativen Holzbildes und den guten Festigkeits- und Verarbeitungseigenschaften, kombiniert mit einer hohen natürlichen Dauerhaftigkeit, ist Ovengkol sowohl als Furnier als auch als Vollholz vielseitig einsetzbar. Dekorative Deckfurniere, ebenso wie Treppen, Parkett, Möbel, Zierverpackungen, Schnitzereien, Drechslerwaren, Gewehrschäfte, Griffschalen und Messerhefte werden aus Ovengkol gefertigt.

Austauschhölzer

Für dekorative Zwecke als Vollholz oder Furnier für Nußbaum, Mutenye, Afrormosia und für Louro preto sowie andere farbstreifige Hölzer. Als Konstruktionsholz (Vollholz) für Eiche, Iroko und Mutenye.

Anmerkungen

Der Geruch des frischen Holzes ist ausgeprägt scharf (ammoniakähnlich), verfliegt aber nach der Trocknung. Im Kontakt mit Eisenionen und Feuchtigkeit ist Fleckenbildung durch Eisengerbstoffreaktionen zu erwarten.

Literatur

Anonymus: Ovengkol. Holzeigenschaftstafel zur Förderung afrikanischer Tropen-holzer. C.T.F.T. Nogent-sur-Marne/Frankreich 1977.
Anonymus: Nomenclature Générale des Bois Tropicaux. Association Technique Internationale des Bois Tropicaux (A.T.I.B.T.), Nogent-sur-Marne/ Frankreich 1972.
Dahms, K.-G.: Kleines Holzlexikon.
Wegra. Stuttgart 1978.
Farmer, R. H.: A Handbook of Hardwoods. 2. Aufl. B.R.E. Princes Risborough/G.B. 1972.

CIRAD-Forêt 2009: Fiches techniques. TROPIX 6.0. CIRAD Forestry Department, Montpellier, France. (tropix.cirad.fr/index_gb.htm).
DIN 68364 2003: Kennwerte von Holzarten, Festigkeit, Elastizität
Gottwald, H., Schwab, E. 1978: Ovengkol. Holz als Roh- und Werkstoff 36 (8): 323-330

Bilder Ovengkol (Guibourtia ehie): Querschnitt (ca. 12x)
� Thünen-Institut Ovengkol (Guibourtia ehie): Tangentiale Oberfläche (natürliche Größe)
� Thünen-Institut

arrow_backHolz-ABC

Ovengkol

Kurzzeichen DIN EN 13556 GUEH
Ovengkol (Guibourtia ehie): Querschnitt (ca. 12x)
� Thünen-Institut
Botanische Bezeichnung Guibourtia ehie, Familie Fabaceae-Caesalpinioideae
Verbreitung Tropisches West- und Zentralafrika; Kamerun, Äquatorialguinea, Gabun
Weitere Handelsnamen Ovengkol, Palissandro (DE,FR,GQ), hiebaka, zouloue (CI), ovang-kol, ovengkol (GB,GA,CA), hyeduanini (GH), pia-pia (LR), kaluk-ofuon (NG)

Kurzbeschreibung

Ovengkol gehört zu den hochwertigen Hölzern aus der Gattung Guibourtia und ist überwiegend in den westafrikanischen Küstenländern verbreitet. Aufgrund seiner attraktiven dunkelbraunen Farbe mit z.T. ausgeprägten Farbstreifen wird Ovengkol zunehmend für dekorative Ausstattungszwecke (v.a. Furniere) nachgefragt; es kann aber auch als Vollholz für konstruktive Verwendungszwecke eingesetzt werden, da es gute physikalisch-technologische Kennwerte besitzt.

Stammform

Zylindrisch und geradschäftig, aber häufig mit Krümmungen an den Stammenden, oft mit ausgeprägten Brettwurzeln; astfreie Längen meist um 15 m und mit Durchmessern von 0,6 bis 0,8 m, selten auch darüber.

Farbe und Struktur

Der Splint ist zwischen 4 und 10 cm breit, gelblich grau und deutlich von Kernholz abgesetzt. Dieses ist gelblich braun bis olivbraun, dunkelt unter Lichteinwirkung leicht nach und zeichnet sich durch dunkelbraune bis schwarze Farbstreifen oder Fladern aus. Die Zuwachszonengrenzen sind durch marginale Parenchymbänder deutlich markiert. Die zahlreichen, zerstreut angeordneten Poren sind mittelgroß und teils mit dunklen Kernstoffen angefüllt. Der Faserverlauf ist nur schwach bis unregelmäßig wechseldrehend, häufi ger mit einem leicht schräg verlaufenden Riegelwuchs, der das Holzbild in Verbindung mit den Farbstreifen deutlich belebt. Akzessorische Bestandteile (Flavonoide) können optisch unschöne, helle Flecken auf den Flächen verursachen.

Gesamtcharakter

Mäßig poriges Holz oft mit ausgeprägter Farbstreifung, das dem nächst verwandten Mutenye (= Guibourtia arnoldiana) und anderen hochwertigen Ausstattungshölzern ähnelt.

Abweichungen

Kernholz schlicht hellbraun, ohne jegliche Zeichnung durch Farbstreifen. Kernholz durch extrem dicht aufeinanderfolgende Farbstreifung fast einheitlich schwarzbraun erscheinend (beide Erscheinungen sind keine Fehler, sondern nur abweichende Formen bei der Kernbildung) - Kalkflecken siehe: Farbe und Struktur des Holzes.

Handelsformen

Rundholz ab 4,5 m Länge und 0,6 m Durchmesser, vereinzelt auch ab 0,5 m aufwärts.
Schnittholz auf Anforderung in allen Stärken.
Furniere (gemessert).

Gewicht frisch 1000—1100 kg/m³
Rohdichte lufttrocken (12-15% u) 0,70—0,80—0,91 g/cm³
Druckfestigkeit u12-15 69—89 N/mm²
Biegefestigkeit u12-15 127—169 N/mm²
Elastizitätsmodul (Biegung) u12-15 16500—21470 N/mm²
Bruchschlagbarkeit 30—112—210 kJ/m²
Härte (JANKA) ⊥, umgerechnet 6,7—8,9 kN
Härte (BRINELL) ⊥ zur Faser u12-15 28—35 N/mm²
Trocknungsschwindmaß (radial) ≈ 1,6 %
Trocknungsschwindmaß (tangential) ≈ 3,8 %
Differentielles Schwindmass (radial) ≈ 0,21 %
Differentielles Schwindmass (tangential) ≈ 0,38 %
pH-Wert ≈ 4,5
Natürliche Dauerhaftigkeit (DIN-EN 350-2) 2

Bearbeitbarkeit

Trotz der hohen Härte lässt sich Ovengkol gut sägen, hobeln, bohren, fräsen und ist auch gut messerbar. Nagel- und Schraubverbindungen erfordern ein Vorbohren. Bei Verklebungen und der Oberflächenbehandlung sollte auf lokal angereicherte Inhaltsstoffe geachtet werden. Diese können auf trockenen Oberflächen im kristallinen Zustand abgebürstet werden.

Trocknung

Ovengkol trocknet nur langsam, somit sollte auch die technische Trocknung schonend und langsam gesteuert werden. Eine vorhergehende Freilufttrocknung wird empfohlen.

Natürliche Dauerhaftigkeit

Die gute natürliche Dauerhaftigkeit des Kernholzes erlaubt auch einen Einsatz im Außenbereich (Dauerhaftigkeitsklasse 2 nach DIN EN 350-2).

Verwendungsbereiche

Aufgrund des sehr dekorativen Holzbildes und den guten Festigkeits- und Verarbeitungseigenschaften, kombiniert mit einer hohen natürlichen Dauerhaftigkeit, ist Ovengkol sowohl als Furnier als auch als Vollholz vielseitig einsetzbar. Dekorative Deckfurniere, ebenso wie Treppen, Parkett, Möbel, Zierverpackungen, Schnitzereien, Drechslerwaren, Gewehrschäfte, Griffschalen und Messerhefte werden aus Ovengkol gefertigt.

Austauschhölzer

Für dekorative Zwecke als Vollholz oder Furnier für Nußbaum, Mutenye, Afrormosia und für Louro preto sowie andere farbstreifige Hölzer. Als Konstruktionsholz (Vollholz) für Eiche, Iroko und Mutenye.

Anmerkungen

Der Geruch des frischen Holzes ist ausgeprägt scharf (ammoniakähnlich), verfliegt aber nach der Trocknung. Im Kontakt mit Eisenionen und Feuchtigkeit ist Fleckenbildung durch Eisengerbstoffreaktionen zu erwarten.

Literatur

Anonymus: Ovengkol. Holzeigenschaftstafel zur Förderung afrikanischer Tropen-holzer. C.T.F.T. Nogent-sur-Marne/Frankreich 1977.
Anonymus: Nomenclature Générale des Bois Tropicaux. Association Technique Internationale des Bois Tropicaux (A.T.I.B.T.), Nogent-sur-Marne/ Frankreich 1972.
Dahms, K.-G.: Kleines Holzlexikon.
Wegra. Stuttgart 1978.
Farmer, R. H.: A Handbook of Hardwoods. 2. Aufl. B.R.E. Princes Risborough/G.B. 1972.

CIRAD-Forêt 2009: Fiches techniques. TROPIX 6.0. CIRAD Forestry Department, Montpellier, France. (tropix.cirad.fr/index_gb.htm).
DIN 68364 2003: Kennwerte von Holzarten, Festigkeit, Elastizität
Gottwald, H., Schwab, E. 1978: Ovengkol. Holz als Roh- und Werkstoff 36 (8): 323-330

Bilder Ovengkol (Guibourtia ehie): Querschnitt (ca. 12x)
� Thünen-Institut Ovengkol (Guibourtia ehie): Tangentiale Oberfläche (natürliche Größe)
� Thünen-Institut

arrow_backHolz-ABC