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Meranti & Bangkirai Schnittholz

Herkunft : Indonesien
Einschnittmaß = Berechnungsmaß
KD = kammergetrocknet 
AD = luftgetrocknet 
vorbehaltlich Änderungen / Lagerbestand

Herkunft : Indonesien Einschnittmaß = Berechnungsmaß KD = kammergetrocknet  AD = luftgetrocknet  vorbehaltlich Änderungen / Lagerbestand mehr erfahren »
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Meranti & Bangkirai Schnittholz

Herkunft : Indonesien
Einschnittmaß = Berechnungsmaß
KD = kammergetrocknet 
AD = luftgetrocknet 
vorbehaltlich Änderungen / Lagerbestand

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Beschreibung / Eigenschaften : Stärke x Breite : Länge : LZ : Preis :
inkl. MWSt.
 
Meranti KD besäumt
Meranti KD besäumt
26 x 160 - 180 mm
250, 280 cm
sofort
1.770,31 € / cbm
Meranti KD besäumt
Meranti KD besäumt
26 x 160 - 210 mm
400, 430 cm
sofort
1.770,31 € / cbm
Meranti KD besäumt
Meranti KD besäumt
35 x 180 - 230 mm
400 cm
sofort
1.770,31 € / cbm
Meranti KD besäumt
Meranti KD besäumt
52 x 230 - 310 mm
280 cm
340, 370 cma
430 cm
sofort
1.770,31 € / cbm
Meranti KD besäumt
Meranti KD besäumt
65 x 210 mm
340, 370 cm
400 - 490 cm
sofort
1.770,31 € / cbm
Meranti KD besäumt
Meranti KD besäumt
65 x 180 - 280 mm
310, 340 cm
sofort
1.770,31 € / cbm
Meranti KD besäumt
Meranti KD besäumt
80 x 230 - 310 mm
430 x 26 cm
430 x 31 cm
460 - 550 x 23 cm
sofort
1.770,31 € / cbm
Meranti KD besäumt
Meranti KD besäumt
105 x 230 - 310 mm
260 cm
400 cm
sofort
1.993,45 € / cbm
           
Bangkirai AD besäumt
Bangkirai AD besäumt
52 x 210 mm
550 cm
sofort
2.796,78 € / cbm
Bangkirai AD besäumt
Bangkirai AD besäumt
65 x 310 mm
400 - 430 cm
ca. 8 Tage
2.796,78 € / cbm
Bangkirai AD besäumt
Bangkirai AD besäumt
80 x 310 mm
ca. 8 Tage
2.796,78 € / cbm
Bangkirai AD besäumt
Bangkirai AD besäumt
105 x 210 mm
ca. 460 - 490 cm
sofort
2.796,78 € / cbm
Bangkirai AD besäumt
Bangkirai AD besäumt
160 x 160 mm
ca. 370 - 430 cm
sofort
2.796,78 € / cbm
           

Meranti, rotes

Dark red meranti (SHDR), Light red meranti (SHLR)
Kurzzeichen DIN EN 13556 SHDR
Rotes Meranti (Shorea sp.) – Querschnitt (ca. 12-fach)
Botanische Bezeichnung Shorea, Untergattung rubroshorea, Familie Dipterocarpaceae
Verbreitung Südostasien, überwiegend Malaysia und Indonesien
Weitere Handelsnamen Red meranti (MY), red seraya (MY-SAB), meranti merah (ID), red lauan (PH), sowie zahlreiche Lokalnamen in den verschiedenen Wuchsregionen

Kurzbeschreibung

Das Handelssortiment Rotes Meranti enthält einen großen Teil der hell bis dunkel rotbraunen Hölzer der zahlreichen asiatischen Shorea-Arten. Innerhalb dieser Gruppe bestehen deutliche Unterschiede in Farbe sowie biologischen und technischen Eigenschaften, die zunächst zu einer praxisbezogenen Unterteilung nach Farbe und Rohdichte in Dark Red Meranti und Light Red Meranti führte, die bereits einen Hinweis auf die verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten darstellte.

Aufgrund der Übernutzung des in Europa bevorzugten Sortiments Dark Red Meranti, in Verbindung mit der Umstellung von Rund- und Schnittholz-Exporten auf Halbfertig-Produkte (überwiegend verklebte Kanteln für Fenster und Türen), hat sich jedoch das Farb- und Rohdichte-Profil zum helleren und leichteren Holz verschoben, so dass die in den Malaysian Grading Rules von 1984 niedergelegte Differenzierung in 'dark' und 'light' red meranti nicht mehr praktikabel ist. Untersuchungen an aus Malaysia und Indonesien importierten Fensterkanteln (Gütegemeinschaft 1998) haben eine Spannweite der Rohdichte (u = 12 %) von 0,27–0,58 g/cm³ ergeben, mit dem weitaus überwiegenden Anteil des Holzes im Bereich zwischen 0,38 und 0,47 g/cm³.

Die folgende Beschreibung berücksichtigt deshalb nur das heute importierte Sortiment, das gemeinhin als Rotes Meranti vermarktet wird.

Farbe und Struktur

Splint hellgrau bis blass rosa, Kernholz blass rosabraun bis mittel rotbraun. Harzkanäle in allen Arten vorhanden, auf dem Querschnitt in meist ringförmiger Anordnung, teils auch in kurzen tangentialen Bändchen. Auf der Oberfläche können die Kanäle durch auskristallisiertes, weißes Harz auffällige, kreidige Fladern oder Streifen bilden. Zuwachszonen meist nicht erkennbar. Das trockene Holz ist ohne spezifischen Geruch.

Gesamtcharakter

Strukturell überwiegend homogenes, in Dichte und Farbe jedoch stark variables Holz von grober Textur; Holzbild schlicht; mit mehr oder weniger deutlichen Glanzstreifen durch Wechseldrehwuchs auf radialen Oberflächen.

Abweichungen

Wie bei allen harzführenden Hölzern der Familie Dipterocarpaceae können auch bei Rotem Meranti dunkle, unter Wärmeeinwirkung längere Zeit zum Ausbluten neigende Harzkanäle vorkommen. Kleine Wurmlöcher von Frischholz-Insekten (pin holes) kommen häufi ger vor; sie beeinträchtigen die mechanischen Festigkeit nicht, sollten aber auf Sichtflächen ausgekittet werden. Kurzbrüchiges (brittleheart) oder wolliges Holz im inneren Kern ist bei sehr leichten Qualitäten möglich und muss vor der Verarbeitung aussortiert werden.

Gewicht frisch 600–800 kg/m³
Rohdichte lufttrocken (12-15% u) 0,30–0,58 g/cm³
Druckfestigkeit u12-15 21–50 N/mm²
Biegefestigkeit u12-15 32–80 N/mm²
Elastizitätsmodul (Biegung) u12-15 6 550–11 000 N/mm²
Bruchschlagbarkeit 30–50 kJ/m²
Härte (JANKA) ⊥, umgerechnet 0,5–2,8 kN
Härte (BRINELL) ⊥ zur Faser u12-15 8–14 N/mm²
Trocknungsschwindmaß (radial) 1,1–2,6 %
Trocknungsschwindmaß (tangential) 3,3–5,4 %
Differentielles Schwindmass (radial) ≈ 0,15 %
Differentielles Schwindmass (tangential) ≈ 0,28 %
pH-Wert ≈ 4,7 (schwach sauer)
Natürliche Dauerhaftigkeit (DIN-EN 350-2) 3–4 (–5)

Oberflächenbehandlung

Die Oberflächenbehandlung bereitet keine Schwierigkeiten, das Holz ist gut zu beizen und zu lasieren; vor dem Lackieren sind Porenfüller erforderlich.

Bearbeitbarkeit

Die überwiegend hellfarbigen und eher leichten Hölzer sind mit allen Hand- und Maschinenwerkzeugen gut zu bearbeiten, zu schälen und zu messern. Das Holz ist problemlos zu nageln, zu schrauben und zu verleimen.

Trocknung

Die Schwindwerte liegen im mittleren Bereich und ergeben ein mittleres bis gutes Stehvermögen. Die technische Trocknung verläuft rasch, erfordert jedoch eine vorsichtige Steuerung, um Verformung und Rissbildung zu reduzieren.

Natürliche Dauerhaftigkeit

Die Einstufung des Kernholzes in die Dauerhaftigkeitsklasse 3–4 (mäßig bis wenig dauerhaft) gilt für den Rohdichte-Bereich von 0,49–0,55 g/cm³. Nach den Richtlinien des RAL Gütezeichens (Gütegemeinschaft 2007) wird für Holz im Rohdichtebereich von 0,40–0,48 g/cm³ ein chemischer Holzschutz vor der Beschichtung grundsätzlich empfohlen (bedingt zugelassen für den Fensterbau).

Rotes Meranti unter 0,40 g/cm³ erfüllt nicht die Mindestanforderungen des RAL-Gütezeichens in Bezug auf die Rohdichte und die daraus annähernd ableitbare geringe natürliche Dauerhaftigkeit; es ist für den Fensterbau nicht zugelassen.

Verwendungsbereiche

Rotes Meranti kommt mittlerweile fast ausschließlich in Form von Halbfertig- oder Fertigprodukten auf den europäischen Markt, überwiegend als verleimte Rohkanteln für den Rahmenbau (Fenster und Türen) sowie als Sperrholz für die Möbelfertigung. Gelegentliche Schnittholz-Importe von qualitativ hochwertigem Holz (dark red meranti) werden massiv im Rahmenbau, als Konstruktionsholz für mittlere Beanspruchung im Innen- und Außenbau sowie für Treppen und Möbelteile eingesetzt. Weitere Anwendungen wie Wand- und Deckenverkleidungen, Blindfurniere und Verpackungen sind von untergeordneter Bedeutung.

Anmerkungen

Für die Verwendung von Rotem Meranti ist die Rohdichte das wichtigste Kriterium, da sie sowohl die technischen wie auch biologischen Eigenschaften entscheidend beeinflusst. Nach den von der Gütegemeinschaft Holzfenster und -haustüren e. V. (1998) beauftragten Untersuchungen verringern sich z. B. bei einem Rückgang der Rohdichte von 0,45 g/cm³ auf 0,35 g/cm³ die Biegefestigkeit um 12 %, der Biege-E-Modul um 20 %, die Schrauben- und Nagel-Auszugsfestigkeit um 18 % bzw. 27 % und die Brinellhärte (⊥) um 33 %.

Auch die Pilzresistenz nimmt mit der Rohdichte ab, sodass Holz mit einer Rohdichte unter 0,49 g/cm³ der Dauerhaftigkeitsklasse 4–5 zugeordnet werden muss (Gütegemeinschaft 2007).

Literatur
  • CIRAD-Forêt 2003: Fiches techniques, Meranti Dark Red. TROPIX 5.0. CIRAD Forestry Department, Montpellier, France (tropix.cirad.fr/en)
  • Gütegemeinschaft Holzfenster und -haustüren e. V., 2007: VFF-Merkblatt HO.06-1. Holzarten für den Fensterbau Teil 1: Eigenschaften Holzartentabelle. Verband der Fenster und Fassadenhersteller e. V., Frankfurt/Main
  • Gütegemeinschaft Holzfenster und -haustüren e. V. 1998: Untersuchungen zur Rohdichte-Untergrenze von Red Meranti für den Fensterbau. Fachhochschule Eberswalde, Fachbereich Holztechnik, 30 pp.
  • Kučera, L.J. & B. Gfeller 1994: Einheimische und fremdländische Nutzhölzer. Eigenverlag, Zürich und Biel
  • Sell, J. 1989: Eigenschaften und Kenngrößen von Holzarten. Lignum, Baufachverlag AG Zürich
  • Soerianegara, I. & R.H.M.J. Lemmens (eds) 1993: Plant resources of South-East Asia 5. (1) Timber trees: Major commercial timbers. Pudoc Scientific Publishers, Wageningen, p. 384ff
Bilder Rotes Meranti (Shorea sp.) – Querschnitt (ca. 12-fach) Rotes Meranti (Shorea sp.) – Radiale Oberfläche (natürliche Größe)

Bangkirai

Kurzzeichen DIN EN 13556 SHBL
Bangkirai (Shorea spp.) – Querschnitt (ca. 12-fach)
Botanische Bezeichnung Shorea spp., Untergattung Shorea, Familie Dipterocarpaceae
Verbreitung Süd- und Südostasien, Ostasien: Indien, Indochina, Philippinen bis Java
Weitere Handelsnamen (yellow) balau (MY); selangan batu No.1 (MY-Sabah)

Kurzbeschreibung

Neben den zahlreichen, weltweit verwendeten Handelshölzern aus der Gattung Shorea, wie zum Beispiel Rotes, Weißes und Gelbes Meranti, haben derzeit die Arten mit schweren und dauerhaften Hölzern aus der ebenso bezeichneten Untergattung Shorea große Bedeutung als Konstruktionshölzer für den Außenbau, ursprünglich für Weichenschwellen, Lärmschutzwände, Weinbergpfähle und ähnliche Anwendungen, heute überwiegend für Terrassendecks (Dielen und Unterkonstruktion).

Farbe und Struktur

Kernholz im frischen Zustand gelblich braun, häufig zu olivbraun nachdunkelnd; nicht immer deutlich abgesetzt vom etwas helleren Splint. Zuwachszonen-Grenzen nicht ausgeprägt; mit Wechseldrehwuchs; trockenes Holz ohne charakteristischen Geruch.

Gesamtcharakter

Farblich wie strukturell überwiegend homogenes Holz von mittlerer bis grober Textur und hoher Dichte; auf Quer- und Längsflächen durch oft durch helle Linien (Harzkanale) gekennzeichnet.

Gewicht frisch 1 000–1 300 kg/m³
Rohdichte lufttrocken (12-15% u) 0,65–0,94–1,16 g/cm³
Druckfestigkeit u12-15 67–81 N/mm²
Biegefestigkeit u12-15 121–142 N/mm²
Elastizitätsmodul (Biegung) u12-15 15 000–20 100 N/mm²
Härte (BRINELL) ⊥ zur Faser u12-15 26–38 N/mm²
Trocknungsschwindmaß (radial) 3,7 %
Trocknungsschwindmaß (tangential) 6,5 %
Differentielles Schwindmass (radial) 0,16–0,19 %
Differentielles Schwindmass (tangential) 0,37–0,43 %
pH-Wert 4,7
Natürliche Dauerhaftigkeit (DIN-EN 350-2) 2(–3)

Bearbeitbarkeit

Bangkirai ist ein schweres Holz mit entsprechenden Festigkeitseigenschaften, die etwas unter denen von z. B. Bongossi oder Okan liegen. Tangentiale Flächen sind mit Hartmetall bestückten Werkzeugen gut zu bearbeiten, bei radialen Flächen ist die Bearbeitung wegen des ausgeprägten Wechseldrehwuchses erschwert. Für Nagel- und Schraubverbindungen muss vorgebohrt werden. Die Verklebung kann wegen der i. d. R. hohen Schwindspannungen problematisch sein.

Trocknung

Das Holz hat mittlere bis hohe Quell- und Schwindwerte und ein noch befriedigendes Stehvermögen, die Angleichgeschwindigkeit der Holzfeuchte ist gering. Es trocknet langsam und neigt zu Rissbildung (überwiegend Oberflächen- und Endrisse) wie auch zu Verformung. Stärkere Dimensionen (> 50 mm) erfordern eine sehr vorsichtige Trocknungsführung.

Natürliche Dauerhaftigkeit

Das gegen Pilzbefall und Insekten resistente Holz kann im Außenbau ohne spezielle Schutzmaßnahmen langfristig eingesetzt werden. Je nach Art und Wuchsgebiet kann die Pilzresistenz jedoch erheblich schwanken.

Verwendungsbereiche

Als Konstruktionsholz im Außenbau, auch im Hafenbau für tragende Bauteile mittlerer bis hoher mechanischer Beanspruchung und für Terrassendielen, Decks von Molen; für Brückenbau, Schwimmstege, Schwellen, Lärm- und Sichtschutzwände, Zaunanlagen, Pferdeboxen, Säurebehälter sowie für extrem beanspruchte Fußböden.

Anmerkungen

Eisenmetalle verursachen in Verbindung mit Feuchtigkeit eine starke, graublaue Verfärbung (Eisen-Gerbstoff Reaktion), so dass unempfindliche Verbindungsmittel und Beschläge erforderlich sind. Einzelne Komponenten dieser Gerbstoffe sind wasserlöslich und deshalb auswaschbar (Verschmutzung der Holzoberfläche und umgebender Bauteile).

Literatur
  • A.T.I.B.T. 1985: Atlas des Bois Tropiques, Vol. 2 Asien, Australien, Ozeanien. Association International Technique des Bois Tropicaux, Paris
  • Niermann, H.H. & H.G. Richter 1989: Balau / Bangkirai / Selangan Batu No.1 - eine wichtige Holzartengruppe auf dem deutschen Markt. Holz-Zentralblatt 114, Heft 154, 2397/2400
  • Richter, H.G. & H. Gottwald 1996: Balau, Bangkirai, Selangan batu No.1 - Information leaflet (p. 576) in: A. Schulte und D. Schoene (eds.): Dipterocarp Forest Ecosystems. World Scientific, Singapore
  • Soerianegara, I. & R.H.M.J. Lemmens (eds) 1993: Plant resources of South-East Asia 5. (1) Timber trees: Major commercial timbers. Pudoc Scientific Publishers, Wageningen, p. 421ff.
Bilder Bangkirai (Shorea spp.) – Querschnitt (ca. 12-fach) Bangkirai (Shorea spp.) – Radiale Oberfläche (natürliche Größe)

Meranti, rotes

Dark red meranti (SHDR), Light red meranti (SHLR)
Kurzzeichen DIN EN 13556 SHDR
Rotes Meranti (Shorea sp.) – Querschnitt (ca. 12-fach)
Botanische Bezeichnung Shorea, Untergattung rubroshorea, Familie Dipterocarpaceae
Verbreitung Südostasien, überwiegend Malaysia und Indonesien
Weitere Handelsnamen Red meranti (MY), red seraya (MY-SAB), meranti merah (ID), red lauan (PH), sowie zahlreiche Lokalnamen in den verschiedenen Wuchsregionen

Kurzbeschreibung

Das Handelssortiment Rotes Meranti enthält einen großen Teil der hell bis dunkel rotbraunen Hölzer der zahlreichen asiatischen Shorea-Arten. Innerhalb dieser Gruppe bestehen deutliche Unterschiede in Farbe sowie biologischen und technischen Eigenschaften, die zunächst zu einer praxisbezogenen Unterteilung nach Farbe und Rohdichte in Dark Red Meranti und Light Red Meranti führte, die bereits einen Hinweis auf die verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten darstellte.

Aufgrund der Übernutzung des in Europa bevorzugten Sortiments Dark Red Meranti, in Verbindung mit der Umstellung von Rund- und Schnittholz-Exporten auf Halbfertig-Produkte (überwiegend verklebte Kanteln für Fenster und Türen), hat sich jedoch das Farb- und Rohdichte-Profil zum helleren und leichteren Holz verschoben, so dass die in den Malaysian Grading Rules von 1984 niedergelegte Differenzierung in 'dark' und 'light' red meranti nicht mehr praktikabel ist. Untersuchungen an aus Malaysia und Indonesien importierten Fensterkanteln (Gütegemeinschaft 1998) haben eine Spannweite der Rohdichte (u = 12 %) von 0,27–0,58 g/cm³ ergeben, mit dem weitaus überwiegenden Anteil des Holzes im Bereich zwischen 0,38 und 0,47 g/cm³.

Die folgende Beschreibung berücksichtigt deshalb nur das heute importierte Sortiment, das gemeinhin als Rotes Meranti vermarktet wird.

Farbe und Struktur

Splint hellgrau bis blass rosa, Kernholz blass rosabraun bis mittel rotbraun. Harzkanäle in allen Arten vorhanden, auf dem Querschnitt in meist ringförmiger Anordnung, teils auch in kurzen tangentialen Bändchen. Auf der Oberfläche können die Kanäle durch auskristallisiertes, weißes Harz auffällige, kreidige Fladern oder Streifen bilden. Zuwachszonen meist nicht erkennbar. Das trockene Holz ist ohne spezifischen Geruch.

Gesamtcharakter

Strukturell überwiegend homogenes, in Dichte und Farbe jedoch stark variables Holz von grober Textur; Holzbild schlicht; mit mehr oder weniger deutlichen Glanzstreifen durch Wechseldrehwuchs auf radialen Oberflächen.

Abweichungen

Wie bei allen harzführenden Hölzern der Familie Dipterocarpaceae können auch bei Rotem Meranti dunkle, unter Wärmeeinwirkung längere Zeit zum Ausbluten neigende Harzkanäle vorkommen. Kleine Wurmlöcher von Frischholz-Insekten (pin holes) kommen häufi ger vor; sie beeinträchtigen die mechanischen Festigkeit nicht, sollten aber auf Sichtflächen ausgekittet werden. Kurzbrüchiges (brittleheart) oder wolliges Holz im inneren Kern ist bei sehr leichten Qualitäten möglich und muss vor der Verarbeitung aussortiert werden.

Gewicht frisch 600–800 kg/m³
Rohdichte lufttrocken (12-15% u) 0,30–0,58 g/cm³
Druckfestigkeit u12-15 21–50 N/mm²
Biegefestigkeit u12-15 32–80 N/mm²
Elastizitätsmodul (Biegung) u12-15 6 550–11 000 N/mm²
Bruchschlagbarkeit 30–50 kJ/m²
Härte (JANKA) ⊥, umgerechnet 0,5–2,8 kN
Härte (BRINELL) ⊥ zur Faser u12-15 8–14 N/mm²
Trocknungsschwindmaß (radial) 1,1–2,6 %
Trocknungsschwindmaß (tangential) 3,3–5,4 %
Differentielles Schwindmass (radial) ≈ 0,15 %
Differentielles Schwindmass (tangential) ≈ 0,28 %
pH-Wert ≈ 4,7 (schwach sauer)
Natürliche Dauerhaftigkeit (DIN-EN 350-2) 3–4 (–5)

Oberflächenbehandlung

Die Oberflächenbehandlung bereitet keine Schwierigkeiten, das Holz ist gut zu beizen und zu lasieren; vor dem Lackieren sind Porenfüller erforderlich.

Bearbeitbarkeit

Die überwiegend hellfarbigen und eher leichten Hölzer sind mit allen Hand- und Maschinenwerkzeugen gut zu bearbeiten, zu schälen und zu messern. Das Holz ist problemlos zu nageln, zu schrauben und zu verleimen.

Trocknung

Die Schwindwerte liegen im mittleren Bereich und ergeben ein mittleres bis gutes Stehvermögen. Die technische Trocknung verläuft rasch, erfordert jedoch eine vorsichtige Steuerung, um Verformung und Rissbildung zu reduzieren.

Natürliche Dauerhaftigkeit

Die Einstufung des Kernholzes in die Dauerhaftigkeitsklasse 3–4 (mäßig bis wenig dauerhaft) gilt für den Rohdichte-Bereich von 0,49–0,55 g/cm³. Nach den Richtlinien des RAL Gütezeichens (Gütegemeinschaft 2007) wird für Holz im Rohdichtebereich von 0,40–0,48 g/cm³ ein chemischer Holzschutz vor der Beschichtung grundsätzlich empfohlen (bedingt zugelassen für den Fensterbau).

Rotes Meranti unter 0,40 g/cm³ erfüllt nicht die Mindestanforderungen des RAL-Gütezeichens in Bezug auf die Rohdichte und die daraus annähernd ableitbare geringe natürliche Dauerhaftigkeit; es ist für den Fensterbau nicht zugelassen.

Verwendungsbereiche

Rotes Meranti kommt mittlerweile fast ausschließlich in Form von Halbfertig- oder Fertigprodukten auf den europäischen Markt, überwiegend als verleimte Rohkanteln für den Rahmenbau (Fenster und Türen) sowie als Sperrholz für die Möbelfertigung. Gelegentliche Schnittholz-Importe von qualitativ hochwertigem Holz (dark red meranti) werden massiv im Rahmenbau, als Konstruktionsholz für mittlere Beanspruchung im Innen- und Außenbau sowie für Treppen und Möbelteile eingesetzt. Weitere Anwendungen wie Wand- und Deckenverkleidungen, Blindfurniere und Verpackungen sind von untergeordneter Bedeutung.

Anmerkungen

Für die Verwendung von Rotem Meranti ist die Rohdichte das wichtigste Kriterium, da sie sowohl die technischen wie auch biologischen Eigenschaften entscheidend beeinflusst. Nach den von der Gütegemeinschaft Holzfenster und -haustüren e. V. (1998) beauftragten Untersuchungen verringern sich z. B. bei einem Rückgang der Rohdichte von 0,45 g/cm³ auf 0,35 g/cm³ die Biegefestigkeit um 12 %, der Biege-E-Modul um 20 %, die Schrauben- und Nagel-Auszugsfestigkeit um 18 % bzw. 27 % und die Brinellhärte (⊥) um 33 %.

Auch die Pilzresistenz nimmt mit der Rohdichte ab, sodass Holz mit einer Rohdichte unter 0,49 g/cm³ der Dauerhaftigkeitsklasse 4–5 zugeordnet werden muss (Gütegemeinschaft 2007).

Literatur
  • CIRAD-Forêt 2003: Fiches techniques, Meranti Dark Red. TROPIX 5.0. CIRAD Forestry Department, Montpellier, France (tropix.cirad.fr/en)
  • Gütegemeinschaft Holzfenster und -haustüren e. V., 2007: VFF-Merkblatt HO.06-1. Holzarten für den Fensterbau Teil 1: Eigenschaften Holzartentabelle. Verband der Fenster und Fassadenhersteller e. V., Frankfurt/Main
  • Gütegemeinschaft Holzfenster und -haustüren e. V. 1998: Untersuchungen zur Rohdichte-Untergrenze von Red Meranti für den Fensterbau. Fachhochschule Eberswalde, Fachbereich Holztechnik, 30 pp.
  • Kučera, L.J. & B. Gfeller 1994: Einheimische und fremdländische Nutzhölzer. Eigenverlag, Zürich und Biel
  • Sell, J. 1989: Eigenschaften und Kenngrößen von Holzarten. Lignum, Baufachverlag AG Zürich
  • Soerianegara, I. & R.H.M.J. Lemmens (eds) 1993: Plant resources of South-East Asia 5. (1) Timber trees: Major commercial timbers. Pudoc Scientific Publishers, Wageningen, p. 384ff
Bilder Rotes Meranti (Shorea sp.) – Querschnitt (ca. 12-fach) Rotes Meranti (Shorea sp.) – Radiale Oberfläche (natürliche Größe)

Bangkirai

Kurzzeichen DIN EN 13556 SHBL
Bangkirai (Shorea spp.) – Querschnitt (ca. 12-fach)
Botanische Bezeichnung Shorea spp., Untergattung Shorea, Familie Dipterocarpaceae
Verbreitung Süd- und Südostasien, Ostasien: Indien, Indochina, Philippinen bis Java
Weitere Handelsnamen (yellow) balau (MY); selangan batu No.1 (MY-Sabah)

Kurzbeschreibung

Neben den zahlreichen, weltweit verwendeten Handelshölzern aus der Gattung Shorea, wie zum Beispiel Rotes, Weißes und Gelbes Meranti, haben derzeit die Arten mit schweren und dauerhaften Hölzern aus der ebenso bezeichneten Untergattung Shorea große Bedeutung als Konstruktionshölzer für den Außenbau, ursprünglich für Weichenschwellen, Lärmschutzwände, Weinbergpfähle und ähnliche Anwendungen, heute überwiegend für Terrassendecks (Dielen und Unterkonstruktion).

Farbe und Struktur

Kernholz im frischen Zustand gelblich braun, häufig zu olivbraun nachdunkelnd; nicht immer deutlich abgesetzt vom etwas helleren Splint. Zuwachszonen-Grenzen nicht ausgeprägt; mit Wechseldrehwuchs; trockenes Holz ohne charakteristischen Geruch.

Gesamtcharakter

Farblich wie strukturell überwiegend homogenes Holz von mittlerer bis grober Textur und hoher Dichte; auf Quer- und Längsflächen durch oft durch helle Linien (Harzkanale) gekennzeichnet.

Gewicht frisch 1 000–1 300 kg/m³
Rohdichte lufttrocken (12-15% u) 0,65–0,94–1,16 g/cm³
Druckfestigkeit u12-15 67–81 N/mm²
Biegefestigkeit u12-15 121–142 N/mm²
Elastizitätsmodul (Biegung) u12-15 15 000–20 100 N/mm²
Härte (BRINELL) ⊥ zur Faser u12-15 26–38 N/mm²
Trocknungsschwindmaß (radial) 3,7 %
Trocknungsschwindmaß (tangential) 6,5 %
Differentielles Schwindmass (radial) 0,16–0,19 %
Differentielles Schwindmass (tangential) 0,37–0,43 %
pH-Wert 4,7
Natürliche Dauerhaftigkeit (DIN-EN 350-2) 2(–3)

Bearbeitbarkeit

Bangkirai ist ein schweres Holz mit entsprechenden Festigkeitseigenschaften, die etwas unter denen von z. B. Bongossi oder Okan liegen. Tangentiale Flächen sind mit Hartmetall bestückten Werkzeugen gut zu bearbeiten, bei radialen Flächen ist die Bearbeitung wegen des ausgeprägten Wechseldrehwuchses erschwert. Für Nagel- und Schraubverbindungen muss vorgebohrt werden. Die Verklebung kann wegen der i. d. R. hohen Schwindspannungen problematisch sein.

Trocknung

Das Holz hat mittlere bis hohe Quell- und Schwindwerte und ein noch befriedigendes Stehvermögen, die Angleichgeschwindigkeit der Holzfeuchte ist gering. Es trocknet langsam und neigt zu Rissbildung (überwiegend Oberflächen- und Endrisse) wie auch zu Verformung. Stärkere Dimensionen (> 50 mm) erfordern eine sehr vorsichtige Trocknungsführung.

Natürliche Dauerhaftigkeit

Das gegen Pilzbefall und Insekten resistente Holz kann im Außenbau ohne spezielle Schutzmaßnahmen langfristig eingesetzt werden. Je nach Art und Wuchsgebiet kann die Pilzresistenz jedoch erheblich schwanken.

Verwendungsbereiche

Als Konstruktionsholz im Außenbau, auch im Hafenbau für tragende Bauteile mittlerer bis hoher mechanischer Beanspruchung und für Terrassendielen, Decks von Molen; für Brückenbau, Schwimmstege, Schwellen, Lärm- und Sichtschutzwände, Zaunanlagen, Pferdeboxen, Säurebehälter sowie für extrem beanspruchte Fußböden.

Anmerkungen

Eisenmetalle verursachen in Verbindung mit Feuchtigkeit eine starke, graublaue Verfärbung (Eisen-Gerbstoff Reaktion), so dass unempfindliche Verbindungsmittel und Beschläge erforderlich sind. Einzelne Komponenten dieser Gerbstoffe sind wasserlöslich und deshalb auswaschbar (Verschmutzung der Holzoberfläche und umgebender Bauteile).

Literatur
  • A.T.I.B.T. 1985: Atlas des Bois Tropiques, Vol. 2 Asien, Australien, Ozeanien. Association International Technique des Bois Tropicaux, Paris
  • Niermann, H.H. & H.G. Richter 1989: Balau / Bangkirai / Selangan Batu No.1 - eine wichtige Holzartengruppe auf dem deutschen Markt. Holz-Zentralblatt 114, Heft 154, 2397/2400
  • Richter, H.G. & H. Gottwald 1996: Balau, Bangkirai, Selangan batu No.1 - Information leaflet (p. 576) in: A. Schulte und D. Schoene (eds.): Dipterocarp Forest Ecosystems. World Scientific, Singapore
  • Soerianegara, I. & R.H.M.J. Lemmens (eds) 1993: Plant resources of South-East Asia 5. (1) Timber trees: Major commercial timbers. Pudoc Scientific Publishers, Wageningen, p. 421ff.
Bilder Bangkirai (Shorea spp.) – Querschnitt (ca. 12-fach) Bangkirai (Shorea spp.) – Radiale Oberfläche (natürliche Größe)