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Merbau & Sipo Schnittholz

Herkunft : Indonesien
Einschnittmaß = Berechnungsmaß
KD = kammergetrocknet 
AD = luftgetrocknet 
vorbehaltlich Änderungen / Lagerbestand

Herkunft : Indonesien Einschnittmaß = Berechnungsmaß KD = kammergetrocknet  AD = luftgetrocknet  vorbehaltlich Änderungen / Lagerbestand mehr erfahren »
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Merbau & Sipo Schnittholz

Herkunft : Indonesien
Einschnittmaß = Berechnungsmaß
KD = kammergetrocknet 
AD = luftgetrocknet 
vorbehaltlich Änderungen / Lagerbestand

Merbau

Kurzzeichen DIN EN 13556 INXX
Merbau (Intsia sp.): Querschnitt (ca. 12x)
Botanische Bezeichnung Intsia bijuga, I. palembanica, Familie Fabaceae-Caesalpinioideae
Verbreitung Indochina bis Neuguinea, Pazifische Inseln, Madagaskar
Weitere Handelsnamen Ipil (MY, PH); kwila (PG); hintsy (MG); vesi (FJ)

Kurzbeschreibung

Die in Süd- und Südostasien sowie Madagaskar vorkommende Gattung Intsia ist mit der überwiegend in Afrika verbreiteten Gattung Afzelia nahe verwandt. Die meist als Merbau gehandeiten Hölzer unterscheiden sich in Struktur, Farbe und Eigenschaften deshalb nur wenig von solchen der Gattung Afzelia.

Farbe und Struktur

Splint 4 bis 8 cm breit, gelblich weiß; Kernholz deutlich abgesetzt, hellbraun bis rötlichbraun, zu braun bis dunkel kupferbraun nachdunkelnd. Poren häufig mit fast schwarzen, teils auch gelben Anfüllungen. Faserverlauf meist mit nur leichtem Wechseldrehwuchs, auf radialen Flächen schwach ausgeprägte Glanzstreifen erzeugend.

Abweichungen

Wie bei Afzelia kommen auch bei Merbau mitunter helle Flecken im Holz vor, hervorgerufen durch eine lokale Konzentration organischer Inhaltsstoffe. Auf sägerauen Flächen sind sie unauffällig, werden aber durch farblose Lacke und Lasuren stark angefeuert. Diese Flecken lassen sich weder durch Bleichen noch mit Lösungsmitteln entfernen.

Eigenschaften

Holzartengruppe nach DIN 1052-1* Gruppe B (dort nicht aufgeführt)

Gewicht frisch 1100-1300 kg/m³
Druckfestigkeit u12-15 58-85 N/mm²
Biegefestigkeit u12-15 105-155 N/mm²
Elastizitätsmodul (Biegung) u12-15 12700-18100 N/mm²
Bruchschlagbarkeit 50-60 kJ/m²
Härte (JANKA) ⊥, umgerechnet 5,8-8,7 kN
Härte (BRINELL) ⊥ zur Faser u12-15 25-34 N/mm²
Trocknungsschwindmaß (radial) 1,1-1,3 %
Trocknungsschwindmaß (tangential) 1,9-2,6 %
Differentielles Schwindmass (radial) 0,13-0,23 %
Differentielles Schwindmass (tangential) 0,26-0,34 %
Natürliche Dauerhaftigkeit (DIN-EN 350-2) 1-2

Bearbeitbarkeit

Das Holz ist bei erhöhtem Kraftaufwand sauber und ohne Schwierigkeiten zu bearbeiten und ergibt meist glatte Oberflächen und scharfe Kanten. Hartmetall bestückte Werkzeuge werden empfohlen. Verklebung, Nägel und Schrauben halten gut, für letztere ist ein Vorbohren unbedingt erforderlich.

Trocknung

Die Schwindwerte von Merbau sind besonders niedrig und ergeben ein sehr gutes Stehvermögen. Das Holz trocknet nur sehr langsam aber bei vorsichtiger Steuerung der Trocknung weitgehend verlustfrei. Nur bei stark unregelmäßigem Faserverlauf und bei Seitenware ist mit Verziehen zu rechnen.

Natürliche Dauerhaftigkeit

Das gegen Pilzbefall und Insekten resistente Holz kann im Außenbau langfristig eingesetzt werden. Bewitterte Bauteile müssen jedoch vor Einbau durch eine entsprechende Oberflächenbehandlung sorgfältig geschützt werden (auch nicht sichtbare Flächen und Kanten), um ein Auslaugen und Ausfärben wasserlöslicher Inhaltsstoffe durch Regen- oder Tauwasser zu verhindern.

Verwendungsbereiche

Merbau ist aufgrund seiner guten physikalischen, biologischen und mechanischen Eigenschaften besonders für die Vollholzverwendung geeignet: Im Außenbau nach entsprechendem Oberflächenschutz zum Beispiel für Fenster und Türen, im Innenbau für Fußböden, Treppen, Handläufe, Rahmenkonstruktionen, hoch belastete Tische, Regale, etc.

Anmerkungen

Eisenmetalle verursachen in Verbindung mit Feuchtigkeit eine graublaue Verfärbung (Eisen-Gerbstoff Reaktion), so dass unempfindliche Verbindungsmittel und Beschläge erforderlich sind. Nach einigen Quellen kann der Holzstaub bei sensiblen Personen Reizungen der Haut und Atemwege verursachen.

Merbau ist nicht zu verwechseln mit anderen Handelshölzern aus Südostasien, die unter ähnlichen Namen gehandelt werden, z.B. Merbatu (Parinari salomonensis) oder Merpauh (Swintonia spp.). Die Gattung Intsia wurde 2006 für CITES Anhang III vorgeschlagen aber zunächst nicht aufgenommen. Seither steht die Gattung unter CITES Beobachtung und es ist in Zukunft mit einer Aufnahme in die Liste der CITES geschützten Handelshölzer zu rechnen.

Literatur

Eddowes. P. J.; 1977. Commercial timbers of Papua New Guinea, their properties and uses. Forest Products Research Centre, Department of Primary Industry, Fort Moresby. 
Seil, J. 1989: Eigenschaften und Kenngrößen von Holzarten. Lignum, Baufachverlag AG Zürich.
Soerianegara, I. & R.H.M.J. Lemmens (eds) 1993: Plant resources of South-EastAsia 5.(1) Timber trees: Major commercial timbers. Pudoc Scientific Publishers, Wageningen, p. 384ff.
Wagenführ, R. & B. Weiß 1993: Erarbeitung von Holzstrukturanalysen von bisher wenig bekannten importierten Nutz- und Spezialhölzern zwecks Kennwerteermittlung und Einsatzentscheidung. AIF Forschungsprojekt Nr. 413 D. Institut für Holztechnologie, Dresden.

Bilder Merbau (Intsia sp.): Querschnitt (ca. 12x) Merbau (Intsia sp.): Radiale Oberfläche (natürliche Größe)

Sipo

Entandrophragma utile
Kurzzeichen DIN EN 13556 ENUT
Sipo (Entandrophragma utile) – Querschnitt (ca. 12-fach)
� Thünen-Institut
Botanische Bezeichnung Entandrophragma utile, Familie Meliaceae
Verbreitung Tropisches Afrika von Sierra Leon ostwärts bis Uganda und südlich bis DR Kongo und Angola
Weitere Handelsnamen sipo (D, CI, F), assié (F, CAM), utile (D, GH, GB), bada, mébrou, zuiri (CI), efou-konkonti (GH), timbi, assang-assié (CAM), akuk, ogipogo, ubilesan (WAN)

Kurzbeschreibung

Sipo, bot. Entandrophragma utile, wird üblicherweise auch als Sipo-Mahagoni oder Utile gehandelt. Die neue Nomenklatur nach DIN EN 13556 sieht jedoch nur noch den Namen Sipo vor. Große Nachfragen in den 60-er und 70-er Jahren leiteten regelmäßige Importe des Holzes von der Westküste Afrikas nach Europa ein. Abnehmende Ressourcen reduzieren das Angebot auf dem Markt; zurzeit laufen Bestrebungen zur nachhaltigen Bereitstellung des Holzes mit anerkannten Zertifizierungssytemen.

Farbe und Struktur

Das Splintholz ist von mittlerer Breite, rötlich grau und deutlich vom Kernholz abgesetzt. Das Kernholz ist hell- bis bräunlich rot und dunkelt infolge der Trocknung und natürlichen Lichtalterung tief rotbraun nach. Die Zuwachszonengrenzen sind deutlich durch schmale, marginale Parenchymbänder markiert. Die z. T. dunkel ausgefüllten Poren sind mittelgroß bis grob. Durch den Wechseldrehwuchs sind die Radialflächen regelmäßig gestreift.

Gesamtcharakter

Rötlichbraunes und poriges Holz mit sehr gutem Stehvermögen. Variabel zur Schnittrichtung ergeben sich dekorative Oberflächen.

Handelsformen

Rundholz ab 0,7 m bis 2 m Stärke und von 4 m bis 14 m Länge. Besäumtes Importschnittholz von 25 mm bis 100 mm Stärke, ab 15 cm Breite und 1,8 m Länge. Blockware in beliebigen Maßen. Schäl- und Messerfurniere sowie Sperrhölzer, teils auch oberflächenveredelt oder wasserfest verleimt und mit Makore, Sapelli oder Tiama gemischt. Profilholz verschiedener Form für Innen- oder Außenverwendung sowie Paneele, Fenster, Treppen und Parkett.

Gewicht frisch 850–950 kg/m³
Rohdichte lufttrocken (12-15% u) (0,4–)0,55–0,69(–0,74) g/cm³
Druckfestigkeit u12-15 45–72 N/mm²
Biegefestigkeit u12-15 83–153 N/mm²
Elastizitätsmodul (Biegung) u12-15 8 830–13 830 N/mm²
Bruchschlagbarkeit 30–50 kJ/m²
Härte (JANKA) ⊥, umgerechnet 3,33–5,61 kN
Härte (BRINELL) ⊥ zur Faser u12-15 15–21 N/mm²
Trocknungsschwindmaß (radial) ≈ 3,5 %
Trocknungsschwindmaß (tangential) ≈ 3,0 %
Differentielles Schwindmass (radial) 0,18–0,22 %
Differentielles Schwindmass (tangential) 0,25–0,26 %
pH-Wert ≈ 4,45
Natürliche Dauerhaftigkeit (DIN-EN 350-2) Klasse 2–3

Bearbeitbarkeit

Sipo ist mechanisch gut zu bearbeiten, ohne dass die Werkzeuge übermäßig schnell abstumpfen. Scharfe Schneiden vermindern Faserausrisse bei starkem Wechseldrehwuchs. Das Holz ist gut zu messern und zu schälen. Die Verklebbarkeit ist gut, alkalisch eingestellte Klebstoffe können allerdings Verfärbungen auslösen. Nägel und Schrauben halten gut – bei schwereren Qualitäten sollte vorgebohrt werden. Die Oberflächen-Behandlung ist problemlos, helle Inhaltsstoffe sollten vor dem Lackieren farblich angeglichen und bei Hochglanz-Oberflächen die Poren zunächst gut gefüllt werden. Die Tränkbarkeit des Kernholzes ist schlecht.

Trocknung

Bei der technischen Trocknung neigt Sipo aufgrund des wechselnden Faserverlaufes zum Werfen und zur Rissbildung. Eine schonende Trocknung reduziert diese Risiken.

Natürliche Dauerhaftigkeit

Das Kernholz von Sipo wird nach DIN EN 350 in die Dauerhaftigkeitsklasse 2 bis 3 eingestuft, und ist damit gut bis mäßig resistent gegen Holz zerstörende Pilze und Insekten.

Verwendungsbereiche

Als dekoratives Ausstattungsholz wird Sipo gern massiv oder als Furnier für Möbel, als Vertäfelung, Parkett oder im hochwertigen Bootsausbau eingesetzt. Ebenso wird es als Konstruktionsholz im Innen- und Außenbereich, z. B. als Rahmenholz für Fenster und Türen (ohne Erdkontakt) geschätzt.

Austauschhölzer

Zum Austausch geeignet sind Hölzer aus der gleichen Gattung, wie Sapelli, Kosipo und Tiama oder der gleichen Familie, wie Khaya, Bossé und das echte Mahagoni.

Anmerkungen

Die Angleichgeschwindigkeit der Holzfeuchte ist sehr gering. Die Korrosion von Eisen in Verbindung mit Holz ist ausgeprägt. Sipo besitzt keinen ausgeprägten Geruch.

Literatur
  • Gottwald, H. 1959: Handelshölzer. Ferdinand Holzmann Verlag, Hamburg
  • Mujuni, D.B., 2008. Entandrophragma utile (Dawe & Sprague) Sprague. In: Louppe, D., Oteng-Amoako, A.A. & Brink, M. (Editors). Prota 7(1): Timbers/Bois d’oeuvre 1. (CD-Rom). PROTA, Wageningen, Netherlands
  • Richter, H.G., M. Oelker & G. Kraemer 2002. macroHOLZdata – Computer gestützte makroskopische Holzartenbestimmung sowie Informationen zu Eigenschaften und Verwendung von Nutzhölzern. CD-ROM, Holzfachschule Bad Wildungen, Eigenverlag
  • Sell, J. 1989: Eigenschaften und Kenngrößen von Holzarten. Lignum, Baufachverlag AG Zürich
Bilder Sipo (Entandrophragma utile) – Querschnitt (ca. 12-fach)
� Thünen-Institut Sipo (Entandrophragma utile) – Radiale Oberfläche (natürliche Größe)
� Thünen-Institut

Merbau

Kurzzeichen DIN EN 13556 INXX
Merbau (Intsia sp.): Querschnitt (ca. 12x)
Botanische Bezeichnung Intsia bijuga, I. palembanica, Familie Fabaceae-Caesalpinioideae
Verbreitung Indochina bis Neuguinea, Pazifische Inseln, Madagaskar
Weitere Handelsnamen Ipil (MY, PH); kwila (PG); hintsy (MG); vesi (FJ)

Kurzbeschreibung

Die in Süd- und Südostasien sowie Madagaskar vorkommende Gattung Intsia ist mit der überwiegend in Afrika verbreiteten Gattung Afzelia nahe verwandt. Die meist als Merbau gehandeiten Hölzer unterscheiden sich in Struktur, Farbe und Eigenschaften deshalb nur wenig von solchen der Gattung Afzelia.

Farbe und Struktur

Splint 4 bis 8 cm breit, gelblich weiß; Kernholz deutlich abgesetzt, hellbraun bis rötlichbraun, zu braun bis dunkel kupferbraun nachdunkelnd. Poren häufig mit fast schwarzen, teils auch gelben Anfüllungen. Faserverlauf meist mit nur leichtem Wechseldrehwuchs, auf radialen Flächen schwach ausgeprägte Glanzstreifen erzeugend.

Abweichungen

Wie bei Afzelia kommen auch bei Merbau mitunter helle Flecken im Holz vor, hervorgerufen durch eine lokale Konzentration organischer Inhaltsstoffe. Auf sägerauen Flächen sind sie unauffällig, werden aber durch farblose Lacke und Lasuren stark angefeuert. Diese Flecken lassen sich weder durch Bleichen noch mit Lösungsmitteln entfernen.

Eigenschaften

Holzartengruppe nach DIN 1052-1* Gruppe B (dort nicht aufgeführt)

Gewicht frisch 1100-1300 kg/m³
Druckfestigkeit u12-15 58-85 N/mm²
Biegefestigkeit u12-15 105-155 N/mm²
Elastizitätsmodul (Biegung) u12-15 12700-18100 N/mm²
Bruchschlagbarkeit 50-60 kJ/m²
Härte (JANKA) ⊥, umgerechnet 5,8-8,7 kN
Härte (BRINELL) ⊥ zur Faser u12-15 25-34 N/mm²
Trocknungsschwindmaß (radial) 1,1-1,3 %
Trocknungsschwindmaß (tangential) 1,9-2,6 %
Differentielles Schwindmass (radial) 0,13-0,23 %
Differentielles Schwindmass (tangential) 0,26-0,34 %
Natürliche Dauerhaftigkeit (DIN-EN 350-2) 1-2

Bearbeitbarkeit

Das Holz ist bei erhöhtem Kraftaufwand sauber und ohne Schwierigkeiten zu bearbeiten und ergibt meist glatte Oberflächen und scharfe Kanten. Hartmetall bestückte Werkzeuge werden empfohlen. Verklebung, Nägel und Schrauben halten gut, für letztere ist ein Vorbohren unbedingt erforderlich.

Trocknung

Die Schwindwerte von Merbau sind besonders niedrig und ergeben ein sehr gutes Stehvermögen. Das Holz trocknet nur sehr langsam aber bei vorsichtiger Steuerung der Trocknung weitgehend verlustfrei. Nur bei stark unregelmäßigem Faserverlauf und bei Seitenware ist mit Verziehen zu rechnen.

Natürliche Dauerhaftigkeit

Das gegen Pilzbefall und Insekten resistente Holz kann im Außenbau langfristig eingesetzt werden. Bewitterte Bauteile müssen jedoch vor Einbau durch eine entsprechende Oberflächenbehandlung sorgfältig geschützt werden (auch nicht sichtbare Flächen und Kanten), um ein Auslaugen und Ausfärben wasserlöslicher Inhaltsstoffe durch Regen- oder Tauwasser zu verhindern.

Verwendungsbereiche

Merbau ist aufgrund seiner guten physikalischen, biologischen und mechanischen Eigenschaften besonders für die Vollholzverwendung geeignet: Im Außenbau nach entsprechendem Oberflächenschutz zum Beispiel für Fenster und Türen, im Innenbau für Fußböden, Treppen, Handläufe, Rahmenkonstruktionen, hoch belastete Tische, Regale, etc.

Anmerkungen

Eisenmetalle verursachen in Verbindung mit Feuchtigkeit eine graublaue Verfärbung (Eisen-Gerbstoff Reaktion), so dass unempfindliche Verbindungsmittel und Beschläge erforderlich sind. Nach einigen Quellen kann der Holzstaub bei sensiblen Personen Reizungen der Haut und Atemwege verursachen.

Merbau ist nicht zu verwechseln mit anderen Handelshölzern aus Südostasien, die unter ähnlichen Namen gehandelt werden, z.B. Merbatu (Parinari salomonensis) oder Merpauh (Swintonia spp.). Die Gattung Intsia wurde 2006 für CITES Anhang III vorgeschlagen aber zunächst nicht aufgenommen. Seither steht die Gattung unter CITES Beobachtung und es ist in Zukunft mit einer Aufnahme in die Liste der CITES geschützten Handelshölzer zu rechnen.

Literatur

Eddowes. P. J.; 1977. Commercial timbers of Papua New Guinea, their properties and uses. Forest Products Research Centre, Department of Primary Industry, Fort Moresby. 
Seil, J. 1989: Eigenschaften und Kenngrößen von Holzarten. Lignum, Baufachverlag AG Zürich.
Soerianegara, I. & R.H.M.J. Lemmens (eds) 1993: Plant resources of South-EastAsia 5.(1) Timber trees: Major commercial timbers. Pudoc Scientific Publishers, Wageningen, p. 384ff.
Wagenführ, R. & B. Weiß 1993: Erarbeitung von Holzstrukturanalysen von bisher wenig bekannten importierten Nutz- und Spezialhölzern zwecks Kennwerteermittlung und Einsatzentscheidung. AIF Forschungsprojekt Nr. 413 D. Institut für Holztechnologie, Dresden.

Bilder Merbau (Intsia sp.): Querschnitt (ca. 12x) Merbau (Intsia sp.): Radiale Oberfläche (natürliche Größe)

Sipo

Entandrophragma utile
Kurzzeichen DIN EN 13556 ENUT
Sipo (Entandrophragma utile) – Querschnitt (ca. 12-fach)
� Thünen-Institut
Botanische Bezeichnung Entandrophragma utile, Familie Meliaceae
Verbreitung Tropisches Afrika von Sierra Leon ostwärts bis Uganda und südlich bis DR Kongo und Angola
Weitere Handelsnamen sipo (D, CI, F), assié (F, CAM), utile (D, GH, GB), bada, mébrou, zuiri (CI), efou-konkonti (GH), timbi, assang-assié (CAM), akuk, ogipogo, ubilesan (WAN)

Kurzbeschreibung

Sipo, bot. Entandrophragma utile, wird üblicherweise auch als Sipo-Mahagoni oder Utile gehandelt. Die neue Nomenklatur nach DIN EN 13556 sieht jedoch nur noch den Namen Sipo vor. Große Nachfragen in den 60-er und 70-er Jahren leiteten regelmäßige Importe des Holzes von der Westküste Afrikas nach Europa ein. Abnehmende Ressourcen reduzieren das Angebot auf dem Markt; zurzeit laufen Bestrebungen zur nachhaltigen Bereitstellung des Holzes mit anerkannten Zertifizierungssytemen.

Farbe und Struktur

Das Splintholz ist von mittlerer Breite, rötlich grau und deutlich vom Kernholz abgesetzt. Das Kernholz ist hell- bis bräunlich rot und dunkelt infolge der Trocknung und natürlichen Lichtalterung tief rotbraun nach. Die Zuwachszonengrenzen sind deutlich durch schmale, marginale Parenchymbänder markiert. Die z. T. dunkel ausgefüllten Poren sind mittelgroß bis grob. Durch den Wechseldrehwuchs sind die Radialflächen regelmäßig gestreift.

Gesamtcharakter

Rötlichbraunes und poriges Holz mit sehr gutem Stehvermögen. Variabel zur Schnittrichtung ergeben sich dekorative Oberflächen.

Handelsformen

Rundholz ab 0,7 m bis 2 m Stärke und von 4 m bis 14 m Länge. Besäumtes Importschnittholz von 25 mm bis 100 mm Stärke, ab 15 cm Breite und 1,8 m Länge. Blockware in beliebigen Maßen. Schäl- und Messerfurniere sowie Sperrhölzer, teils auch oberflächenveredelt oder wasserfest verleimt und mit Makore, Sapelli oder Tiama gemischt. Profilholz verschiedener Form für Innen- oder Außenverwendung sowie Paneele, Fenster, Treppen und Parkett.

Gewicht frisch 850–950 kg/m³
Rohdichte lufttrocken (12-15% u) (0,4–)0,55–0,69(–0,74) g/cm³
Druckfestigkeit u12-15 45–72 N/mm²
Biegefestigkeit u12-15 83–153 N/mm²
Elastizitätsmodul (Biegung) u12-15 8 830–13 830 N/mm²
Bruchschlagbarkeit 30–50 kJ/m²
Härte (JANKA) ⊥, umgerechnet 3,33–5,61 kN
Härte (BRINELL) ⊥ zur Faser u12-15 15–21 N/mm²
Trocknungsschwindmaß (radial) ≈ 3,5 %
Trocknungsschwindmaß (tangential) ≈ 3,0 %
Differentielles Schwindmass (radial) 0,18–0,22 %
Differentielles Schwindmass (tangential) 0,25–0,26 %
pH-Wert ≈ 4,45
Natürliche Dauerhaftigkeit (DIN-EN 350-2) Klasse 2–3

Bearbeitbarkeit

Sipo ist mechanisch gut zu bearbeiten, ohne dass die Werkzeuge übermäßig schnell abstumpfen. Scharfe Schneiden vermindern Faserausrisse bei starkem Wechseldrehwuchs. Das Holz ist gut zu messern und zu schälen. Die Verklebbarkeit ist gut, alkalisch eingestellte Klebstoffe können allerdings Verfärbungen auslösen. Nägel und Schrauben halten gut – bei schwereren Qualitäten sollte vorgebohrt werden. Die Oberflächen-Behandlung ist problemlos, helle Inhaltsstoffe sollten vor dem Lackieren farblich angeglichen und bei Hochglanz-Oberflächen die Poren zunächst gut gefüllt werden. Die Tränkbarkeit des Kernholzes ist schlecht.

Trocknung

Bei der technischen Trocknung neigt Sipo aufgrund des wechselnden Faserverlaufes zum Werfen und zur Rissbildung. Eine schonende Trocknung reduziert diese Risiken.

Natürliche Dauerhaftigkeit

Das Kernholz von Sipo wird nach DIN EN 350 in die Dauerhaftigkeitsklasse 2 bis 3 eingestuft, und ist damit gut bis mäßig resistent gegen Holz zerstörende Pilze und Insekten.

Verwendungsbereiche

Als dekoratives Ausstattungsholz wird Sipo gern massiv oder als Furnier für Möbel, als Vertäfelung, Parkett oder im hochwertigen Bootsausbau eingesetzt. Ebenso wird es als Konstruktionsholz im Innen- und Außenbereich, z. B. als Rahmenholz für Fenster und Türen (ohne Erdkontakt) geschätzt.

Austauschhölzer

Zum Austausch geeignet sind Hölzer aus der gleichen Gattung, wie Sapelli, Kosipo und Tiama oder der gleichen Familie, wie Khaya, Bossé und das echte Mahagoni.

Anmerkungen

Die Angleichgeschwindigkeit der Holzfeuchte ist sehr gering. Die Korrosion von Eisen in Verbindung mit Holz ist ausgeprägt. Sipo besitzt keinen ausgeprägten Geruch.

Literatur
  • Gottwald, H. 1959: Handelshölzer. Ferdinand Holzmann Verlag, Hamburg
  • Mujuni, D.B., 2008. Entandrophragma utile (Dawe & Sprague) Sprague. In: Louppe, D., Oteng-Amoako, A.A. & Brink, M. (Editors). Prota 7(1): Timbers/Bois d’oeuvre 1. (CD-Rom). PROTA, Wageningen, Netherlands
  • Richter, H.G., M. Oelker & G. Kraemer 2002. macroHOLZdata – Computer gestützte makroskopische Holzartenbestimmung sowie Informationen zu Eigenschaften und Verwendung von Nutzhölzern. CD-ROM, Holzfachschule Bad Wildungen, Eigenverlag
  • Sell, J. 1989: Eigenschaften und Kenngrößen von Holzarten. Lignum, Baufachverlag AG Zürich
Bilder Sipo (Entandrophragma utile) – Querschnitt (ca. 12-fach)
� Thünen-Institut Sipo (Entandrophragma utile) – Radiale Oberfläche (natürliche Größe)
� Thünen-Institut